Der Peel-Test nach DIN EN 868-5 (Anhang D) ist ein genormtes Prüfverfahren zur Bestimmung des Öffnungsverhaltens (Peelbarkeit) von siegelbaren Beuteln und Schläuchen für die Sterilisation von Medizinprodukten.
Das Ziel ist, sicherzustellen, dass die Siegelnaht einerseits stark genug ist, um das Produkt während des Transports und der Sterilisation keimdicht verschlossen zu halten, und sich andererseits beim Öffnen rückstandsfrei (ohne Faserbildung oder Einreißen der Folie) abziehen lässt.
Das Abtrennen wird visuell beurteilt:
- Faserfreies Öffnen: Beim Trennen von Papier- oder Vliesschichten dürfen sich keine lose hängenden Fasern bilden. Diese könnten sonst auf das sterile Produkt fallen und Kontaminationen verursachen.
- Keine Delamination/Einreißen: Die Folie darf nicht einreißen oder sich in mehrere Schichten auflösen.
- Gleichmäßigkeit: Die Siegelnaht muss sich kontinuierlich und ohne ruckartiges Ansteigen der Kraft (Stick-Slip-Effekt) öffnen lassen.



