Die Berstprüfung von Verpackungen ist ein zerstörendes Qualitätsprüfverfahren, mit dem der maximale Druck ermittelt wird, dem eine Verpackung oder ihre Siegel standhalten kann, bevor sie versagt. Sie stellt sicher, dass Produkte während Transport, Lagerung und Handhabung sicher eingeschlossen bleiben. Diese Prüfung ist in zahlreichen Branchen von zentraler Bedeutung, darunter Medizinprodukte, Pharmazeutika, Lebensmittel und Konsumgüter.

Zunächst wird die Verpackung sicher mit einer Prüf-Düse verbunden. Anschließend wird kontrolliert und mit konstanter Rate Luft in die Verpackung eingeleitet. Der Innendruck steigt so lange an, bis die Verpackung platzt. Das System erfasst den maximal erreichten Druck in Einheiten wie psi, kPa, bar oder kg/cm².

Die Prüfung zeigt, ob Heißsiegel- oder Klebeverbindungen ausreichend fest sind, um Leckagen zu verhindern. Zudem wird überprüft, ob die Verpackung Belastungen wie Höhenluftdruck im Flugtransport oder mechanischer Kompression standhalten kann.

Es gibt zwei grundlegende Prüfmethoden:

  1. Freie Berstprüfung (Open/Free Burst Test):
    Die Verpackung kann sich frei wie ein Ballon ausdehnen, bis sie platzt. Dadurch wird der schwächste Punkt der Gesamtverpackung bestimmt.
  2. Gesperrte Berstprüfung (Restrained Burst Test):
    Zwei starre Platten begrenzen die Ausdehnung der Verpackung. Dadurch werden gezielt nur die Siegelnähte bzw. Randversiegelungen geprüft.